Synagoge Dresden

Am 21. Juni 1838 wurde der Grundstein für die erste Dresdner Synagoge der Neuzeit nach Plänen von Gottfried Semper (1803-1879) am früheren Gondelhafen unterhalb der Brühlschen Terrasse gelegt. Die Gestaltung der Synagoge als Oktogon mit pyramidalen Dachabschluss war dem Typus der byzantinischen Kreuzkuppelkirche entlehnt. Semper entwarf ebenfalls die gesamte Innenausstattung. Die Weihe der Synagoge fand am 8. Mai 1840 statt.
Den Zerstörungen der Reichspogromnacht (9. November 1938) fiel auch die Semper-Synagoge zum Opfer. Ein Dresdner Feuerwehrmann rettete den Davidsstern. 1945 nahm die Jüdische Gemeinde zu Dresden ihre Arbeit wieder auf und zwischen 1949/50 baute man die zerstörte Beerdigungshalle des Friedhofs Fiedlerstraße zur Interims-Synagoge um, die am 18. Juni 1950 ihre Weihe erhielt. Der Davidsstern der zerstörten Semper-Synagoge schmückte die Kuppel.

Im Herbst 1996 konstituierte sich ein Förderkreis zum Bau einer neuen Synagoge. Ein internationaler Architektur-Wettbewerb zum Neubau einer Synagoge in Dresden wurde im Sommer 1997 ausgeschrieben. Außerdem wurde im Herbst 1997 der Förderverein „Bau der Synagoge Dresden e. V.” ins Leben gerufen.

Der erste Spatenstich für den Neubau nach einem Entwurf des Architektenbüros Wandel Hoefer Lorch, Saarbrücken fand am 9. November 1998 statt. Die Planung versteht den Bau als festlichen Raum für Gottesdienste (für ca. 250 Personen) sowie als Gemeinde- und Begegnungszentrum. Nach den Baufreimachungsarbeiten ab Juni 1999 begannen die Hochbauarbeiten auf dem Grundstück am Hasenberg im Frühjahr 2000. Am 9. November 2001 erfolgte die Weihe der fertigen Synagoge.

Verkehrsanbindung:
Straßenbahnlinien 3, 7 Haltestelle Synagoge

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