Landtag in Dresden

Regierungssitz des Sächsischen Landtages

Das sächsische Landtagsgebäude liegt im ehemaligen Packhofviertel, genau zwischen Elbe und Devrientstraße. Heute ist die Zweiflügelanlage denkmalgeschützt. Sie wurde 1928 bis 1931 nach Plänen der Architekten Barthold und Tiede ursprünglich für das Landesfinanzamt und die Hauptzollverwaltung erbaut. Es besteht aus 1.000 Stahlbetonpfählen und einem aus einer wasserdichten Stahlbetonwanne errichteten Kellergeschoß. An der Ecke wurde ein 36 Meter hohes Turmhaus mit Sitzungssälen und einer Bibliothek errichtet. Im Jahre 1945 wurde das Gebäude teilweise zerstört. Diese zerstörten Gebäudeteile wurden danach entfernt. Nach dem Wiederaufbau wurde das Gebäude seit 1990 vom Freistaat Sachsen als Sitz des Sächsischen Landtages genutzt.

Ehe der Sächsische Landtag hier einzog, besaß er mehrere Wirkungsstätten. Dresden war seit 1631 Tagungsort des Sächsischen Landtages. Bis in zum Ende des 18. Jh. hatte der Landtag keine eigenen Räumlichkeiten. Für seine Tagungen wurden städtische und private Räumlichkeiten (hauptsächlichst im Schloss und Schlossbereich) genutzt. Bis 1701 fanden vor allem Landtagseröffnungen und -abschiede im Riesensaal des Schlosses statt. 1776 wurde das Landhaus (heute Stadtmuseum) fertiggestellt und der Landtag hatte sein erstes eigenes Tagungsgebäude. Dieses wurde bis 1906 genutzt. In den Jahren 1907 bis 1945 war das Ständehaus an der Brühlschen Terrasse Unterkunft des Landtages. Das ist auch der Grund, weshalb dieses Gebäude heute noch von vielen Dresdnern als Landtagsgebäude bezeichnet wird.

Aufgrund der Zerstörungen des Ständehauses im Februar 1945 besaß der Landtag wiederum keine Tagungsstätte. Zwischenzeitlich wurden das Soldatenheim auf der Königsbrücker Straße im Zeitraum von 1946 bis 1952 und danach die Dreikönigskirche genutzt. 1955 übernahm die Bezirks- und Stadtleitung der SED das Gebäude auf der Devrientstraße. Seit 1990 ist das Gebäude schließlich Landtagssitz.

Da das Haus den gewachsenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden konnte, wurde es von 1992 bis 1994 durch Neubauten zu einer Vierflügelanlage erweitert. Der schon vorhandene Turm und der neue Plenarsaal setzen besondere Akzente.

Durch den Aachener Architekten Peter Kulka entstand aus dem alten Gebäudekomplex mit den angefügten Neubauten eine Einheit. Der Altbau wurde unter Beibehaltung seiner Struktur umgestaltet. Im Altbau befinden sich heute die Fraktionen, die Fraktionssäle, die Landtagsverwaltung, die Landesbibliothek und ein nicht öffentliches Restaurant.

Der Neubau entgegen ist für die öffentlichen Funktionen eingeteilt. Somit befinden sich dort der Haupteingang, das Bürgerfoyer, ein Plenarsaal und ein öffentliches Restaurant in diesem Gebäudekomplex. Glas- und Stahlkonstruktionen verbinden die alte Bausubstanz mit der neuen. Der frühere Innenhof mit Garagen und Abstellplätzen wurde ebenfalls mit einem Stahl-/Glasdach abgedeckt, der Hof verwandelte sich in einen dreigeschossigen Innenraum mit Tageslicht. Es entstanden mehrere Verbindungen zwischen Alt- und Neubau.

Verkehrsanbindung:
Straßenbahnlinien 4, 8, 9 Haltestelle Theaterplatz
Straßenbahnlinie 11 Haltestelle Am Zwingerteich

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