Heinrich Ernemann

(* 28. Mai 1850 in Gernrode (Eichsfeld); † 16. Mai 1928 in Kurort Hartha)

Pionier der Fotoindustrie

Ernemann lernte in Stuttgart Schlosser und arbeitete bei Krupp in Essen. Als Handelsreisender lernte er in Dresden seine zukünftige Frau Therese kennen. Deren Mutter besaß ein Kurzwarengeschäft, welches Ernemann übernahm.

1889 verkaufte er das Geschäft und begann mit der Fertigung von Kameras in einer Kameratischlerei. Es wurde die „Dresdner photographische Apparate-Fabrik Ernemann & Matthias” gegründet. Sein Mitbegründer schied 1891 aus dem Betrieb aus. Ernemann baute weitere Werkstätten und wechselte 1898 in den Fabrikneubau auf der Schandauer Straße.

Zur Jahrhundertwende beschäftigte Ernemann 250 Mitarbeiter, 1923 waren es 3.000. Er benötigte qualifizierte Leute und verlangte hohen Einsatz. Zugleich engagierte er sich aber auch für seine Belegschaft: Es gab Gewinnbeteiligungen und Treueprämien.

Die wirtschaftliche Lage in den 20er-Jahren zwang Ernemann zur Fusion. 1926 entstand die Zeiss-Ikon AG.

1903 entwickelte Ernemann den Amateurfilmapparat „Ernemann-Kino”, mit dem man filmen, projizieren und vervielfältigen konnte. Durch dieses Gerät wurde der Begriff „Kino” geprägt, der heute für eine ganz Industrie steht.

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