Carl Gustav Carus

(* 3. Januar 1789 in Leipzig; † 28. Juli 1869 in Dresden)

Arzt, Maler, Naturphilosoph

Carus studierte an der Leipziger Universität die Fächer Medizin, Philosophie und Naturwissenschaften. Bereits im Alter von 22 Jahren besaß Carus zwei Doktorgrade und hielt Vorlesungen über vergleichende Anatomie.

Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Assistenzarzt wurde er 1814 nach Dresden berufen, um die Tätigkeit als Professor für Geburtshilfe und Leiter der königlichen Hebammenschule auszuüben. 1815 war er Mitbegründer der Chirurgisch-Medizinischen Akademie. König Anton ernannte ihn 1827 zu einem seiner Leibärzte und erhielt zugleich den Titel eines Hof- und Medizinalrates. Ab 1832 besaß er ein Landhaus in Dresden-Pillnitz,, in dem heute das Parkcafé von Pillnitz untergebracht ist. 1869 ernannte man ihn zum 13. Präsidenten der Leopoldnisch-Carolinischen Akademie der Naturforscher.

Schon als Jugendlicher interessierte sich Carus für die Malerei. Er war mit Caspar David Friedrich und Johann Christian Dahl befreundet. Carus` Bilder werden noch heute sehr geschätzt. Goethe, mit dem ihn auch eine Freundschaft verband, schätzte Carus als Denker und schöpferischen Menschen.

Carus veröffentlichte viele Bücher. Einige der herausragendsten sind zum Beispiel „Grundzüge der vergleichbaren Anatomie und Physiologie“, welches 1828 erschien und „Symbolik der menschlichen Gestalt“ im Jahre 1853 sowie „Neue Briefe über Landschaftsmalerei“. Dieses Buch schrieb er im Zeitraum von 1819 bis 1831 aufgrund seiner theoretischen Erkenntnisse und Überzeugungen. Seine Arbeit und sein maßgeblicher Beitrag zur Wissenschaft erstreckte sich weit über Dresden hinaus.

Carl Gustav Carus starb am 28. Juli 1869 in Dresden.

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