Porzellansammlung

Die Porzellansammlung im Zwinger geht zurück auf die umfangreichen Bestände chinesischen, japanischen und Meißener Porzellans aus dem Besitz des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August der Starke. In der herrlichen Innenarchitektur des Zwingers, immer mit Blick auf die barocke Kulisse des Zwingerhofes, werden heute die schönsten der 20.000 erhaltenen Stücke präsentiert. Die heutige Anordnung der Porzellane in den Wandarrangements des Zwingers folgt im wesentlichen den Plänen des Königs für sein Porzellanschloss. Chinesische Gefäße und Figuren der Song-, Ming- und Kangxi-Periode sowie japanisches Imari- und Kakiemonporzellan aus Arita bestimmen hier das Bild.

Die Entwicklung des Meißner Porzellans von der Erfindung im Jahre 1708 bis zum späten 18. Jahrhundert lässt sich in Werken höchster Kunstfertigkeit ablesen. Besondere Schwerpunkte bilden die figürliche Kleinplastik, die großen Tiere von Johann Joachim Kaendler und die farbige Chinoiserien- und Blumenmalerei Johann Gregorius Hoeroldts und seiner Werkstatt. Die umfangreichste Sammlung von Böttgersteinzeug und Böttgerporzellan ist im Pavillon des Obergeschosses zu sehen.

In den letzten Jahren schuf der international renommierte New Yorker Architekt Peter Marino die Entwürfe für die Innenausstattung für die beiden Bogengalerien und des Tiersaals - teils nach der eigenen Fantasie, teils das historische Konzept des Japanischen Palais von dem Architekten Zacharias Longuelune aus dem Jahre 1735 neu interpretierend. So erwartet die Besucher beispielsweise ein opulentes Wandarrangement in der Langgalerie mit türkisfarbenem Porzellan vor purpurvioletter Wand. Dieses Ensemble war in größerer Form bereits für das Porzellanschloss – das Japanische Palais – vorgesehen. Im Tiersaal sind die Wände mit Ledertapeten nach Vorbildern des frühen 18. Jahrhunderts gestaltet. Und in der Mitte des Saales stehen zwei chinesisch anmutende Baldachine, zwischen ihnen ein gitterförmiger fünf Meter hoher Pavillon im chinesischen Stil, gedeckt von einem Pagodendach mit Porzellanglocken. Auf vergoldeten Wandkonsolen sitzen Vogelplastiken des Meissener Modelleurs Kaendler – ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.

Kontakt:
Porzellansammlung
Zwinger
Sophienstraße, 01067 Dresden
Tel.  0351 - 49 14 66 12   |   Fax  0351 - 49 14 66 29
E-Mail: ps@skd.museum

Öffnungszeiten:
Di bis So: 10 – 18 Uhr

Eintrittspreise:
6 EUR / ermäßigt 4,50 EUR
Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren: frei
Gruppenpreis (ab 10 Personen): 5,50 EUR pro Person

Verkehrsanbindung:
Straßenbahnlinien 1, 2, 4, 8, 11, 12 und Buslinien 78, 82, 94 Haltestelle Postplatz

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