Cholerabrunnen (Foto: Bildpixel / pixelio.de)
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Cholerabrunnen Dresden

Der Cholerabrunnen (auch Gutschmid-Brunnen) ist ein neugotischer Brunnen. Er steht in Dresden auf der Sophienstraße, zwischen Zwinger und Taschenbergpalais. Er wurde von Freiherr Eugen von Gutschmid finanziert. Er drückte dadurch seine Erleichterung aus, dass Dresden von der Cholera, die 1841 und 1842 von der Oder und der Unterelbe her die Stadt bedrohte, verschont geblieben war. Neben Gottfried Semper als Architekt übernahmen Karl-Moritz Seelig den Entwurf und der Bildhauer Franz Schwarz die Ausführung der Bauarbeiten. Am 15. Juli 1846 wurde der Brunnen feierlich an die Stadt übergeben. Ursprünglich stand er mitten auf dem Postplatz. Später musste er dann aber umgesetzt werden, weil der Brunnen zunehmend ein Verkehrshindernis darstellte.

Architektonische Merkmale

Auf besonderen Wunsch seines Auftraggebers und entgegen seiner eigenen Vorstellungen entwarf Semper den Brunnen im neugotischen Stil. Im achteckigen Grundbecken des Brunnens, das aus Granit besteht und einen ungefähren Durchmesser von 6,76 Metern hat, steht die markante Spitzsäule des Brunnens, die durch eine große Kreuzblume abgeschlossen wird. Sowohl Säule als auch Kreuzblume sind aus Sandstein gefertigt. Der Bau wird von zahlreichen hohen, schlanken Säulen und Spitzbögen getragen; in seinen zwei von Kreuzgewölben getragenen Stockwerken besitzt er insgesamt zehn hohe, schmale Fenster. An den vier Seiten sind folgende ca. 90 cm große religionsverbundene Figuren angebracht:

  • im Norden Wittekind, der erste getaufte Fürst der alten Sachsen
  • im Osten Winfried Bonifatius, der erste Apostel der Deutschen
  • im Süden Johannes der Täufer
  • im Westen Elisabeth, Landgräfin von Thüringen

Zudem sind unter den Figuren Steintafeln angebracht, die

  • im Norden den Bibelspruch »Denn er hat seinen engeln befohlen über dir«
  • im Osten den Bibelspruch »Ob tausend fallen zu deiner seiten und zehntausend zu deiner rechten, so wird es doch dich nicht treffen«
  • im Süden den Bibelspruch »Er wird dich erretten vor der seuche, die im mittag verderbet«
  • im Westen das gutschmidsche Wappen

enthalten.

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