Schloss Pillnitz (Foto: Bildpixel / pixelio.de)
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Pillnitz

Schloss und Park

Am besten man beginnt einen Besuch in Pillnitz mit einer gemütlichen Fahrt mit einem Raddampfer auf der Elbe. So umgeht man die endlosen Autoschlangen auf den Straßen und muss nicht stundenlang nach einem Parkplatz suchen. Das spart Zeit und Nerven und außerdem werden Sie mit dem wunderschönen Blick auf das Schlossensemble belohnt, wie ihn auch schon August der Starke genoss. Allerdings noch nicht auf Raddampfern, sondern auf Gondeln.

Ein Spaziergang in Pillnitz bietet viel: Bäume aus allen Ecken der Welt, Orangerie, Palmenhaus und als Attraktion Europas größte und älteste Kamelie. Mit neun Metern Höhe und zwölf Metern Kronendurchmesser kann sie im Winter nicht mehr in eines der vielen schützenden Glashäuser gebracht werden - für sie wurde ein eigenes Gewächshaus gebaut. Dieses wird zu Beginn der kalten Jahreszeit auf Schienen über sie gezogen. Ein computergesteuertes Klimatisierungssystem sorgt für die ideale Wärme und Feuchtigkeit.

Kontakt:
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH
Schloss & Park Pillnitz
August-Böckstiegel-Straße 2, 01326 Dresden
Tel.: 0351 - 26 13 260 | Fax: 0351 - 26 13 280
E-Mail: pillnitz@schloesserland-sachsen.de

Verkehrsanbindung:
siehe Straßenbeschilderung in Dresden
Elfähre Kleinzschachwitz - Pillnitz
Buslinie 63 Haltestelle Bodemerweg
Elbdampfer ab Terrassenufer

Geschichte

Als erster Grundherr gilt Ludewicus de Belennewitz. 1403 wurde erstmals vom Weinbau in Pillnitz berichtet. 1486 kam Pillnitz als Rittergut in den Besitz der Familie Ziegler. 1569 wurde es an Christoph von Loss, der einflussreiche Ämter am sächsischen Hof innehatte, verkauft. Er nahm in den Folgejahren erste bauliche Änderungen und Erweiterungen vor. Erstmals wurde 1609 ein Pillnitzer Lustgarten erwähnt, der wohl aber vorwiegend der Gartennutzung diente.
1694 erwarb Johann Georg IV. (Kurfürst von Sachsen) das Schloss für seine Mätresse Magdalene Sibylle von Neitschütz. Durch den Tod des Kurfürsten wenig später fiel das Schloss seinem jüngerem Bruder, August dem Starken, zu. Dieser schenkte das Schloss 1706 seiner Mätresse, der Gräfin Cosel. Nachdem 1718 das Schloss wieder an August zurückfiel, verwirklichte er seine Pläne im Rahmen eines großen Schlossbauprogrammes.
Von 1721–1723 entstand das Wasserpalais nach einem Entwurf vomArchitekten Matthäus Daniel Pöppelmann als orientalisches Lustgebäude.
1723–1724 entstand das „Neue Haus am Berge“ (einem Bergpalais) als fast identisches Gegenstück zum Wasserpalais. Der nördlich vom Bergpalais gelegene Große Schlossgarten wurde als Festspielwiese für Hof und Gäste angelegt.
1780 wurde der Englische Pavillon als Blickpunkt erbaut. 1790–1804 legte Christian Friedrich Schuricht den Chinesischen Garten mit Teich und Pavillon an. Dieser gilt als beste europäische Nachbildung eines geschlossenen ostasiatischen Bauwerkes.
1818 wurde das alte Schloss durch einen Brand vernichtet.
1819–1826 wurde das neue Palais mit Küchen und Kapellenflügel durch Christian Friedrich Schuricht erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurden in Pillnitz Dresdner Kunstschätze ausgelagert. Beim Luftangriff auf Dresden (2. März 1945) wurden das Marstallgebäude, das Palmenhaus und das Hofgärtnerhaus beschädigt. Das Palais blieb aber unversehrt.
1962 wurde das Museum für Kunsthandwerk gegründet. Seit dem 1. August 1993 ist Pillnitz ein Teil des Schlossbetriebes „Staatliche Schlösser und Gärten“.

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