Gertrud Caspari

(* 22. März 1873 in Chemnitz; † 7. Juni 1948 in Klotzsche)

Malerin des deutschen Bilderbuchs

Die am 22. März 1873 in Chemnitz geborene Künstlerin Gertrud Caspari gilt noch heute als die Malerin des deutschen Bilderbuchs. Mit Bilderbüchern sind vorrangig Kinderbücher gemeint, von denen Caspari 52 herausgegeben hat. Die meisten enthalten auch Texte von ihr.

Ihr erstes Kinderbuch erschien 1903 („Das lebende Spielzeug"). Von diesem Jahr an veröffentlichte sie regelmäßig Kinderbücher, aber auch Lese- und Rechenbücher sowie Liederbücher. Die Auflagen erreichten mehrfache Millionenhöhe und sind in viele Sprachen übersetzt worden.
Seit 1895 besuchte die Künstlerin eine Zeichenschule in Dresden und legte ihr Examen als Zeichenlehrerin ab. Die meisten ihrer Werke entstanden in Klotzsche, wo Caspari ab 1914 in einer Wohnung am Waldrand der Dresdner Heide wohnte.

Als am 8. Mai 1945 russische Truppen Dresden besetzten, wurde ihre Wohnung geplündert und verwüstet. Sämtliche Manuskripte und Skizzen wurden dabei vernichtet. Diesen Schlag konnte Gertrud Caspari nie überwinden und wurde darüber depressiv. Sie verstarb am 7. Juni 1948 in einem Dresdner Krankenhaus. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof in Klotzsche.

Im Januar 1954 wurde die frühere Klotzscher Auenstraße in die Gertrud-Caspari-Straße umbenannt. Seit dem 11. August 1994 trägt die 50. Grundschule ihren Namen.

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