Ernst Julius Otto

(* 1. September 1804 in Königstein (Sächsische Schweiz); † 5. März 1877 in Dresden)

Kreuzkantor

Ernst Julius Otto wurde am 01.09.1804 in Königstein bei Dresden geboren.
Otto war in den Jahren 1814 bis 1822 Kreuzschüler an der Kreuzschule. Er spezialisierte sich auf den Sologesang. Bei seiner Tätigkeit als Chorpräfekt wurde er schnell mit dem Dirigieren und Komponieren vertraut. Otto studierte in Leipzig und kehrte von dort 1825 nach Dresden zurück.

Ab dem Jahr 1827 lehrte Ernst Julius Otto an der Blochmannschen Erziehungsanstalt Klavier und Gesang. In den Jahren 1828 folgte die Ernennung zum interimistischen und zwei Jahre später zum ständigen Kreuzkantor. Diese Ernennung erfolgte durch den Rat der Stadt Dresden. Dieses Amt führte er bis 1875 aus.

Durch sein Engagement hielt er den Kreuzchor auf sehr hohem Niveau. Gleichzeitig war er Musikdirektor der drei evangelischen Hauptkirchen in Dresden. Otto setzte sich auch für die Erhaltung des Stadtmusikkorps (heute Philharmonie Dresden) ein. Die heute als Fastnachtskonzerte bekannten Aufführungen des Kreuzchors wurden durch Otto begründet.

Ernst Julius Otto schuf auch einen sehr großen Fundus an eigenen Kompositionen. Darunter befinden sich unter anderem ca. 800 Lieder sowie Operetten. Durch sein Wirken wurde das Dresdner Musikleben im 19. Jahrhundert entscheidend geprägt.

Ernst Julius Otto verstarb am 05.03.1877 in Dresden.

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