Naumann, Johann Christoph

Ingenieuroffizier, Architekt

Johann Christoph Naumann wurde am 30.03.1664 in Dresden geboren.
Nach mehreren Reisen erlangte er gründliches Wissen im Bauwesen. Im Jahre 1704 rief Kurfürst Friedrich August I Naumann als „Cammer-Dessineur“ und als Berater in Bauangelegenheiten zu sich. Er war nicht nur für die Planung von Bauentwürfen tätig. Naumann fertigte ausserdem Zeichnungen für Schiffe, Geschütze und Festungsgeschütze, sowie Ausrüstungsgegenstände für militärische Zwecke an. Als Baudirektor hatte er ab dem Jahr 1711 wesentlichen Einfluß auf das Bauwesens Sachsens. Die erste Anlage städtischer Straßenbeleuchtung in Dresden (1705) stand unter seiner Aufsicht, sowie der Umbau der Hofkapelle (entstand aus dem Komödienhaus) in den Jahren 1707 bis 1709. Er errichtete auch das Palais Brühl und Marcolini. 1733 wurde Johann Christoph Naumann für seine Verdienste geadelt.
Am 08.01.1742 verstarb Naumann in Dresden.