Striezelmarkt Dresden

Der Dresdner Striezelmarkt gehört zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Im Jahre 1434 ordneten Kurfürst Friedrich II. und sein Bruder Sigismund an, dass der Markt, der für gewöhnlich jede Woche abgehalten wurde, nur noch am „Heiligen Abend“ stattfinden durfte. Der Markt war damals auf dem heutigen Altmarkt angesiedelt. Der Striezelmarkt diente zur Versorgung der Bewohner Dresdens mit Christstollen (Striezel), daher auch der Name.

Um 1548 wurde der Markt auf den Montag vor Weihnachten verlegt und wurde zudem „Striezelmontag“ genannt. Wegen der positiven Resonanz wurde der Markt später bis zum Weihnachtsabend verlängert. Auswärtigen Händlern wurde der Verkauf ihrer Produkte erlaubt. Die Beschwerden der einheimischen Händler gegen die Konkurrenz nahmen zu, doch der Rat der Stadt entschied sich für die auswärtigen. Der Zuzug von Händlern aus vielen sächsischen Ortschaften erhöht die Vielseitigkeit des Marktes.
Im Jahre 1698 bestätigte August der Starke den feilhaltenden Händlern und Handwerkern aus Sachsen ihre Niederlagsrechte. Der Dresdner Künstler Ludwig Richter hat den kindlichen Pflaumentoffelverkäufern mit seinem Holzschnitt „Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe“ (1853) ein Denkmal gesetzt, das später zum Symbol des Dresdner Striezelmarktes wurde. 1710 wurde die Dauer des Striezelmarktes erst auf drei, später auf acht Tage erhöht.

Ende des 19. Jh. wechselte der Striezelmarkt seinen Stammplatz vom Altmarkt auf den Neustädter Markt bzw. Albertplatz. Anfang des 20. Jh. fand der Markt auf dem Postplatz statt. Ab 1937 wurden die Waren für den Heiligen Abend im Stallhof, zwischen Georgentor und Johanneum gelegen, verkauft. Ab 1955 fand der Striezelmarkt für vier Wochen auf dem Theaterplatz statt und ab 1956 zudem wieder auf dem Altmarktstatt (zwischenzeitlich wurde er in die Gassen um den Altmarkt verlegt). In den 70er Jahren wurde er auf dem Straßburger Platz (damals Julius-Fučik-Platz) und seit den 80er Jahren wieder auf dem Altmarkt abgehalten.

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