Hochwasser in Dresden

Seit 1775 verfasste Christian Gottlieb Pötzsch (1732 - 1805) eine Chronik der Hochfluten und begann mit ständigen Beobachtungen der Pegelstände am Altstätzer Pfeiler der Augustusbrücke.
Der Nullpunkt des Pegels wurde 1935 auf 103m NN festgelegt und entspricht einer Wassertiefe von 65 cm in der Schifffahrtsrinne.
Am 9. Januar 1954 wurde der niedrigste Pegelstand mit 2 cm registriert.
Bei Hochwasser wird ab einem Wasserstand von 4,70 m die Schifffahrt eingestellt, ab 5,50 m wird das Terrassenufer gesperrt. Der vor dem Jahr 2002 bisher höchste Pegelstand wurde 1845 erreicht, als das goldene Brückenkreuz der alten Elbbrücke in den Fluten versank. 1890 wurde der Zwingerhof geflutet.

Das Hochwasser von 2002 - verursacht am 13. August durch starke Regenfälle im Erzgebirge und durch das spätere Überlaufen der Talsperren Malter und Klingenberg sowie am 17. August durch große Wassermassen aus Tschechien - setzte große Teile Dresdens unter Wasser. Rund 35.000 Menschen wurden evakuiert - zeitweise waren 100.000 Einwohner ohne Strom.

Hochwasser über 7,00 m
6. Juni 2013 8,78 m
4. April 2006 7,49 m
17. August 2002 (7:00 Uhr) 9,40 m
31. März 1845 8,77 m
3. Februar 1862 8,24 m
6. September 1890 8,37 m
11. April 1900 7,78 m
17. März 1940 7,78 m
17. Januar 1920 7,77 m
4. April 2006 7,49 m
5. Februar 1923 7,18 m
10. April 1941 7,15 m
zum Vergleich
5. November 1998
5,90 m

Hochwasser 2006

Am 4. April 2006 erreichte die Elbe in Dresden einen Pegel von 7,49 m. Dieser Scheitelwasserstand wurde bis zu diesem Tag - mit Ausnahme des „Jahrhunderthochwassers“ im August 2002 - zuletzt am 17. März 1940 übertroffen. Damals wurde ein Pegelstand von 7,78 m gemessen, allerdings bei Eisgang. Dies war zugleich der größte Elbpegelstand in Dresden im gesamten 20. Jahrhundert.

Hochwasser 2013

Im Juni 2013 wurde Dresden von einem Hochwasser heimgesucht, das die Dimension des Winterhochwassers von 1845 hatte. Damals betrug der Wasserstand 8,77 m. Am 6. Juni 2013 wurde beim Scheiteldurchfluss der Elbe in Dresden ein Pegel von 8,76 m registriert, der nachträglich auf 8,78 m berichtigt wurde. Dank des mittlerweile verbesserten Hochwasserschutzes und des beeindruckenden Engagements der Einsatzkräfte, den Einwohnern und den vielen auswärtigen Helferinnen und Helfern, konnte letztendlich auch dieses Hochwasser bewältigt werden.