Dresden – Wo Kunst und Natur sich begegnen

Kunst- und Kulturmetropole

Dass die Landeshauptstadt Sachsens mit einem umfangreichen Kunst- und Kulturangebot auftrumpfen kann sollte allgemein bekannt sein. Schließlich wird die Stadt mit ihren 60 Galerien und Ausstellungsorten, 48 Museen sowie 36 Theatern und Bühnen nicht umsonst als Kunst- und Kulturmetropole bezeichnet. Besonders die Gemäldegalerie „Alte Meister“ im Dresdner Zwinger sowie die königliche Schatzkammer – das „Grüne Gewölbe" – erfüllen die Stadt mit Stolz, da sich diese nicht nur in Deutschland, sondern weltweit großer Berühmtheit erfreuen.

Erst im vergangenen Jahr nahm die Stadt aus diesem Grund am Wettbewerb um den Titel „Kulturhauptstadt 2025“ teil und versuchte dort mit den Themen Kultur und Wissenschaft zu überzeugen. Ergänzend hierzu stellte auch die Naturthematik einen Schwerpunkt im Bewerbungsverfahren Dresdens dar – denn auch in diesem Kontext hat die Landeshauptstadt einiges zu bieten!

Dresdens grüne Oasen

Neben den zahlreichen historischen Bauwerken, die das Stadtbild prägen, besticht Dresden nämlich außerdem mit einer beindrucken Anzahl an Wäldern, Parkanlagen, botanischen Gärten, Erlebnispfaden und dem (statistisch gesehen) größten Stadtteil: der Dresdner Heide! So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich die Dresdner Kulturverwaltung – im Zusammenschluss mit weiteren Kultureinrichtungen – im Rahmen der künftigen Kulturentwicklungsplanung insbesondere auf den Nachhaltigkeitsaspekt fokussieren möchte.

Nachhaltig-künstlerische Kultureinrichtungen

Ziel der Kulturverwaltung ist es, Nachhaltigkeitsstrategien in die Dresdner Kultureinrichtungen zu implementieren, die Maßnahmen zum Klimaschutz enthalten, oder aber auf die Optimierung sozialer und wirtschaftlicher Strukturen abzielen. Außerdem ist in diesem Zusammenhang die Entstehung von generationsübergreifenden Bildungsangeboten sowie Partnerschaften mit Wissenschafts- und Umweltinstituten geplant. Eine erfolgreiche Umsetzung soll bis zum Jahr 2030 realisiert werden.

Gewinner des RNE-Ideenwettbewerbs

Beim Ideenwettbewerb „Kultur + Nachhaltigkeit = Heimat“ des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE) konnte die Stadt Dresden bereits mit ihren Nachhaltigkeitsstrategien überzeugen.

Sinn und Zweck des Wettbewerbs war die Förderung des Austauschs zwischen Kulturschaffenden und Naturschutzakteuren, um neue Perspektiven auf Kultur und Umwelt zu eröffnen. Die Anzahl eingereichter Projekte lag bei stolzen 268. Dennoch gelang es dem Dresdner Amt für Kultur und Denkmalschutz mit seinem Projekt „Culture for Future“ unter den Konkurrenten hervorzustechen und als einer der 10 Wettbewerbssieger hervorzugehen.

Das Projekt „Culture for Future“ befasst sich mit der Entwicklung eines Leitfadens für nachhaltige Kultur und nachhaltiges Handeln anhand konkreter Maßnahmen im Dresdner Kultursektor und wurde nicht nur von der Expertenjury ausgezeichnet, sondern erhielt zudem das Versprechen einer finanziellen Förderung von bis zu 50.000 Euro.

Projekt „Striezelmarkt-Fichte“

Das Thema „Kunst und Kultur“ wird in Dresden jedoch nicht nur von Großakteuren – wie der Kulturverwaltung und dem Amt für Kultur und Denkmalschutz – bespielt. Ende des vergangenen Jahres konnte auch eine junge Dresdner Designerin mit ihrem Nachhaltigkeits-Projekt in der Stadt auf sich aufmerksam machen.

Christina Kölling, die bereits seit 2017 Wohn-Accessoires und Lifestyle-Artikel aus Holz unter dem Label „Lumenqi" designt, hatte eine besondere Idee: den künstlerischen Erhalt der berühmten „Striezelmarkt-Fichte“, die alljährlich den Dresdner Altmarkt in der Adventszeit ziert. Während diese in den vergangenen Jahren noch zu Brennholz verarbeitet wurde, hatte die Holzdesignerin nun ein anderes Schicksal für das Fichtenholz vorgesehen. Die Striezelmarkt-Fichte wird der Künstlerin als Basis für 150 bis 200 Exemplare ihres modernen Adventskranzes „Nevergreen" dienen, welcher aus einem Holzblock und nur einer Kerze besteht, die sich wiederum in drei Glasscheiben spiegelt.

Umweltbewusste Mode

Und auch im Modesektor Dresdens treffen Kunst und Natur aufeinander – schließlich hat der Umweltaspekt im Modedesign zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Verwendung nachhaltiger und recycelter Materialen ist beispielweise für Heiko Liepack-Arlt, Besitzer des Bekleidungsgeschäftes „23 clothing“ im Dresdner Barock-Viertel, ein wichtiges Thema.

Sein Warenangebot, das hübsche Mode für Damen sowie klassische und coole Herrenmode unterschiedlichster Labels umfasst, wird inzwischen durch Bekleidung der Marke „Ecoalf“ ergänzt. Ecoalf arbeitet bei der Textilherstellung überwiegend mit Rohstoffen, die gemeinhin als Abfall gelten. Verwendet werden Überreste aus der Woll- oder Baumwoll-Produktion, aber auch Fischernetze, Autoreifen und Plastikflaschen. Auf diese Art und Weise leistet das Modelabel – gemeinsam mit seinen Abnehmern – seinen Beitrag zur Reinigung der Ozeane und schafft zugleich Modekreation der besonderen Art.

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