Ausländische Unternehmen: Was tut Dresden, um Firmen aus dem Ausland zu locken?

Ausländische Unternehmen werden für Dresdens Wirtschaft immer wichtiger. Dies zeigt bereits ein Blick auf die Fakten: Der größte Arbeitgeber der Region ist Globalfoundries Inc., ein amerikanischer Hersteller von Halbleitern, welcher in Dresden rund 3.500 Mitarbeiter beschäftigt. Da Dresden durch junge ausländische Firmen große Vorteile erfährt, hat man es sich zur Aufgabe gemacht, Gründer und etablierte Unternehmen aus dem Ausland vonseiten der Stadt zu unterstützen. Welche Hilfe bietet Dresden diesen Unternehmen konkret? Und inwiefern wirkt sich dies positiv auf die lokale Wirtschaft aus?

Vom Welcome Center zur fachlichen Beratung

Dass ausländische Firmen und Fachkräfte für die Region wichtig sind, wurde Dresden bereits vor Jahren bewusst: Um die nach der Wende lange Zeit stockende Wirtschaft der Stadt anzukurbeln, wurde beispielsweise bereits 2012 ein „Welcome Center“ eingeführt, mit dem ausländische Fachkräfte und gründungswillige Experten in die Stadt gelockt werden sollten. Auf ihrer offiziellen Webseite hilft die Stadt genau diesen Akteuren auch dabei, herauszufinden, welche ausländischen Berufs- und Schulabschlüsse in Deutschland anerkannt werden können und berät bei weiteren Schritten.

Auch konkrete Hilfe für international agierende Firmen gibt es. Die Volksbank Dresden-Bautzen beispielsweise bietet inzwischen spezielle Seminare für die Import- und Exportgeschäfte ansässiger Unternehmen. Auf diese Weise können letztere ihr Fremdwährungsrisiko besser steuern und die Chancen nutzen, die der Devisenhandel ihnen bietet. Und das ist wichtig, denn insbesondere das Forex Trading ist für international tätige Firmen essenziell. Die Einführung ins Forex Trading erfolgt in Zeiten der Globalisierung für junge Unternehmen meist schon früh mit einem Demokonto, mit dem die Gründer ihr Know-how beim CFD- und Options-Trading mithilfe virtueller Geldbeträge verbessern können. Ein international handelndes Unternehmen muss sich zwingend mit dem Währungshandel auskennen, das (zum Teil im Ausland) erwirtschaftete Geld teilweise anlegen und auf das Steigen oder Fallen einzelner Währungen setzen. Dies gilt auch für Dresdner Unternehmen, weshalb Angebote wie jenes der Volksbanken so populär sind.

Ein letztes Beispiel für Hilfen, die Dresden seinen internationalen Firmen bietet: Das sächsische IQ Netzwerk stellt Ressourcen bereit, um ausländische Fachkräfte in die Unternehmen in der Stadt zu integrieren - und letztlich auch ausländischen Gründern zu helfen.

Internationale Firmen in Dresden werden immer wichtiger

Warum aber ist diese Unterstützung derart wichtig für die Stadt? Wie am Beispiel von Globalfoundries bereits gezeigt, sind ausländische Unternehmen für die wirtschaftliche Entwicklung essenziell geworden. Nach der Wende investierten viele deutsche Großunternehmen nur zögerlich in die neuen Bundesländer - genau hier sprangen internationale Akteure in Dresden in die Bresche und sicherten Arbeitsplätze.

In einer globalisierten Wirtschaft sind zudem die Netzwerkeffekte nicht zu verachten, welche sich durch den Zuzug ausländischer Firmen ergeben: So ist Globalfoundries nicht der einzige Halbleiter-Hersteller in der Stadt. Auch die deutsche Firma Infineon Technologies ist - zum Teil aufgrund der hohen Zahl an Fachkräften der Sparte in der Region - vor Ort präsent. Unter anderem aufgrund der Anwesenheit von Infineon und der florierenden sächsischen Chip-Industrie hat auch Bosch nun ein Werk in Dresden in Planung, in welchem mit Stand Oktober 2019 bereits 200 Mitarbeiter ihre Büros beziehen konnten.

Fazit

Die Anwesenheit ausländischer Unternehmen schafft in Dresden neue Arbeitsplätze und sichert die Zukunft der Stadt. Inzwischen hat sich Dresden dank dieser Tatsache zu einem deutschlandweiten Zentrum für Chips und Halbleitern entwickelt und konnte in den vergangenen Jahren wirtschaftlich florieren. Die Stadt Dresden unternimmt daher einiges, um ausländischen Unternehmen eine Ansiedlung so einfach wie möglich zu gestalten: Professionelle Beratungen in Banken, ein Welcome Center, konkrete Unterstützung bei Gründungen - Dresden hat Grund genug, diese Bemühungen auch Zukunft aufrechtzuerhalten. Denn nur so profitieren beide Seiten: die Stadt und die Unternehmen.

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