Wie reagiert das Gehirn auf Glücksspiele?

Anders, als das körperliche Wachstum, hört das menschliche Gehirn auch im Erwachsenenalter nicht mit der Weiterentwicklung auf. Experten nennen das "neuronale Plastizität" und bezeichnet damit die Formbarkeit des Gehirns. Sich stetig wiederholende, lang andauernde oder intensive Ereignisse und Erfahrungen, hinterlassen im Gehirn ausgeprägte Verknüpfungen. So auch im Fall von Glücksspielen.

Verknüpfungen innerhalb der Nervenzellen

Wird eine bestimmte Tätigkeit ausgeführt, welche als Resultat ein Glücksgefühl vermittelt, so manifestiert sich dies im menschlichen Hirn. Die Art der Stimmung und die damit verbundene Situation an sich, sowie der Ort und auch der Zeitpunkt, bleiben im Gedächtnis fest verankert. Dadurch, dass der Spieler dieses Wohlgefühl nochmal erleben möchte, ist es sehr wahrscheinlich, dass die gleiche Tätigkeit oder Verhaltensweise zukünftig erneut vorgenommen wird. Bei Spielautomaten würde der Anblick der Automaten und die typische Akustik bereits ausreichen, um mit dem Glücksspiel verbundene Glücksgefühl hervorzurufen. Dieses Phänomen wird als "Klassische Konditionierung" bezeichnet.

Kontrolliertes Spielen

Der "Präfrontale Kortex" im Gehirn ist dafür zuständig, dass Impulse kontrolliert und Folgen von Handlungen realistisch abgeschätzt werden. Somit findet eine Verhaltenssteuerung statt. Daher kann es durchaus passieren, dass nach der Ausschüttung der Glückshormone Serotonin und Dopamin, die Einsicht folgt, dass es an dieser Stelle besser wäre, eine Pause einzulegen und nicht mehr weiterzuspielen. Eine Art Selbstschutz sorgt in diesem Zusammenhang dafür, dass das gewonnene Geld als ausreichend eingeschätzt wird und der Spieler auf weiteres Risiko verzichtet. Der präfrontale Kortex übernimmt das Kommando und die Vernunft setzt ein.

Dopamin im Spiel

Gewinnt ein Spieler, wenn er Glücksspiele spielt, dann schüttet das Gehirn vermehrt Botenstoffe aus. Jene Botenstoffe beinhalten vor allen Dingen Hormone, wie Dopamin, die für die Auslösung von Glücksgefühlen zuständig sind. Mithilfe von Dopamin wird im Gehirn das Belohnungssystem aktiviert. Nach einiger Zeit reicht dabei sogar einzig schon die Erwartung von einem Gewinn aus, um das Belohnungssystem zu stimulieren.

Erwartung von einem Gewinn

Im weiteren Verlauf belohnt das Hirn schon einzig die Erwartung von einem Gewinn. „Beinahe Gewinne“ liegen vor, wenn beispielsweise statt der nötigen drei Symbolbilder nur zwei zu sehen sind. Spieler sehen dieses Ereignis nicht länger als Verlust an, sondern vielmehr als einen Gewinn. Es entsteht ein Gefühl der Hoffnung, dass alle drei Symbole sicherlich beim nächsten Dreh zu sehen sein werden. Somit agieren „Beinahe-Gewinne" als eine Art "Anreize" und lassen den Kunden immer weiterspielen. Kommt es schließlich zu einem Geldgewinn, dann registriert dies das Gehirn zwar, aber der Spieler setzt sein Spiel trotzdem weiter fort. Es kommt nur noch erschwert zur Auslösung von Glücksgefühlen.

Die Reifungsphase von diesem Hirnareal dauert allerdings etwa bis zu dem 21. Lebensjahr. Aus diesem Grund können Kinder und Jugendliche ihre Impulse auch wesentlich schlechter kontrollieren.

Ausreichend informieren

Insbesondere im Internet lauern viele dubiose Anbieter, die ihren Kunden im wahrsten Sinne des Wortes nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Spieler sollten bei Glücksspielen immer ganz genau aufpassen und die Augen offen halten. Gerät man an einen solchen zweifelhaften Anbieter, dann kann das Spielvergnügen ganz schnell zum Gegenteil werden. Gegen gelegentliches Spielen ist kaum etwas einzuwenden, dennoch sollten sich Spieler ausführlich informieren und an faire Anbieter halten, die ihren Kunden gegenüber ehrlich sind. Bei FindFairCasinos finden Spieler lizenzierte Online-Casinoangebote für Glücksspiele verschiedener Art.

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