Weihnachtsgeschäft – Sachsens Händler sind optimistisch

Für Sachsens Händler startet in diesen Tagen das Weihnachtsgeschäft. Trotz Wirtschaftsflaute ist die Stimmung gut. Wie René Glaser, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen betont, hat die Eintrübung auf dem Wirtschaftsmarkt bislang keine Auswirkungen auf das Kaufverhalten in der Advents- und Weihnachtszeit.

Statistisch gesehen geben die meisten Deutschen ihr Geld für Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren aus. Auch Gutscheine und Tickets für kulturelle Veranstaltungen werden die Sachsen in diesem Jahr wieder reichlich verschenken.

Positive Prognosen und unterschiedliche Erwartungen

Im Vergleich zum Vorjahr rechnet der sächsische Einzelhandel mit einem Umsatzplus von etwa drei Prozent. Die Erwartungen sind jedoch zweigeteilt. Während größere Unternehmen und Ladenketten mit einem besseren Geschäft als im Vorjahr rechnen, äußern sich die kleineren Händler eher zurückhaltend.

Viele regionale Anbieter setzen auf die in diesen Tagen eröffneten Dresdner Weihnachtsmärkte, wo sie die Waren gezielt an den Mann oder die Frau zu bringen erhoffen. Wie René Glaser weiß, kann der Einzelhandel dort seine Trümpfe ausspielen und mit Einzigartigkeit, gutem Service und persönlicher Beratung gegenüber dem stetig wachsenden Onlinehandel punkten. Die besondere Atmosphäre der weihnachtlich geschmückten Innenstädte und ein Bummel über die festlich beleuchteten Weihnachtsmärkte ist ein Einkaufsbummel der ganz besonderen Art.

Viele Sachsen lassen sich Weihnachten einiges kosten. Zwischen 2011 und 2019 lagen die Pro-Kopf-Ausgaben für das Weihnachtsfest mal eben bei 475 Euro - und zwar pro Kopf. Kein Wunder, dass viele Menschen, die andere beschenken wollen, einen Kredit aufnehmen. Statt den (oft sehr teuren) Dispo zu nutzen, ist der Kreditanbieter Smava mit dem Kredit2Day eine Alternative. Hier gilt: Schnell beantragen und Sofort-Auszahlung erhalten. In der Regel ist die Zusage innerhalb eines Tages da, sodass auch kurzfristig teurere Geschenke durchaus realisierbar sind. Bei anderen Kreditanbietern kann der Prozess dagegen schon einige Wochen in Anspruch nehmen.

Händler finden neue Zielgruppe

Auf den sächsischen Weihnachtsmärkten werden Lebensmittel und Feinkost auch 2019 zum Verkaufsrenner. Rostbratwürste, Glühwein oder der sächsische Weihnachtsstollen sind auch bei Besuchern aus dem Ausland gefragt. Viele Händler bereiten sich auf den Ansturm von Touristen aus Tschechien, Russland oder Asien vor. Werbebotschaften in verschiedenen Sprachen und die Schulung mehrsprachiger Verkäufer verdeutlichen Sachsens Ausrichtung auf den internationalen Markt.

Die Dresdner Marketing GmbH erwartet etwa sieben Prozent mehr ausländische Besucher als im Vorjahr. Im Advent werden vermehrt Touristen aus den USA oder der Schweiz begrüßt. Anfang Januar kommen viele russische Gäste. Beim Kauf von Schmuck oder Elektrogeräten vergleichen Verbraucher im Netz oftmals Preise, um das günstigste Angebote (ohne großen Aufwand) ausfindig zu machen. In den Monaten November und Dezember verzeichnet der Handel ein deutliches Umsatzplus. Bundesbürger werden, Schätzungen zufolge auch 2019 mehr als 20 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben.

Sachsens Versandunternehmen sind auf Ansturm gefasst

Viele Sachsen kaufen ihre Weihnachtsgeschenke im Internet. Sachsens Versandunternehmen treffen Vorkehrungen für den jährlichen Ansturm. In der Adventszeit ist mit einem starken Anstieg an Aufträgen und Bestellungen zu rechnen.

Am Leipziger Standort von Marktführer Amazon werden bereits seit September die Regale aufgefüllt. Während der Vorweihnachtszeit werden zusätzlich 1.800 Saisonarbeitskräfte beschäftigt. Diese erhalten eine zweitägige Schulung, bevor sie im Lager zum Einsatz kommen. Mitarbeiter müssen sich auf längere Arbeitszeiten einstellen und können sich freiwillig für Überstunden eintragen.

Bei Momox läuft das Weihnachtsgeschäft dagegen entspannter an. Das Unternehmen unterhält einen Logistikstandort in Leipzig und handelt mit gebrauchten Büchern oder Kleidungsstücken. Die rund 700 Mitarbeiter müssen sich nach den Feiertagen auf einen Ansturm einstellen, wenn ungeliebte Weihnachtsgeschenke neue Abnehmer suchen.

Zurück