Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2016 - Landeshauptstadt Dresden

  • Weniger getötete Personen bei Verkehrsunfällen
  • Mehr Kinder bei Verkehrsunfällen verunglückt
  • Weniger Radfahrer bei Verkehrsunfällen beteiligt

Verkehrsunfallentwicklung

Im Jahr 2016 wurden in der Landeshauptstadt Dresden (ohne Bundesauto- bahn) insgesamt 14.901 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Damit stieg die Zahl der Verkehrsunfälle um 3,0 Prozent (siehe Abbildung 1).

In Dresden verunglückten im vergangenen Jahr 2.581 Personen bei Verkehrs- unfällen. Neun Menschen kamen bei Unfällen ums Leben (siehe Abbildung 2). Die Zahl der Leichtverletzten stieg auf 2.182, die der Schwerverletzten1 auf 390 (siehe Abbildung 3).

Im Jahr 2016 kam kein Kind auf Dresdner Straßen ums Leben. Die Anzahl der schwerverletzten Kinder blieb mit 28 (2015: 28) gleich. Die Zahl der Leichtverletzten stieg auf 154 (2015: 120). Die verunglückten Kinder waren als Radfahrer (57), Fußgänger (48) und als Mitfahrer (77) beteiligt.

Der amtierende Leiter der Dresdner Verkehrspolizei, Erster Polizeihaupt- kommissar Achim Tasche (60): „Positiv hervorzuheben ist, dass kein Kind im Straßenverkehr ums Leben kam. Bedenklich ist jedoch der Anstieg an verletzten mitfahrenden Kindern. Hier sollten die Eltern über ihr Fahrverhalten nachdenken und natürlich ihre Kinder immer anschnallen.“

Mit 23,3 Prozent waren Vorfahrts- und Vorrangfehler die häufigsten Unfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Verletzten auf Dresdens Straßen. Weiterhin gehören nicht angepasste bzw. zu hohe Geschwindigkeit (9,4 Prozent) sowie zu geringer Abstand (10,5 Prozent) zu den Hauptunfallursachen (siehe Tabelle 1).

Rückgang der Verkehrsunfälle mit Radfahrbeteiligung

Im zurückliegenden Jahr ist die Zahl der an Verkehrsunfällen beteiligten Radfahrer zum zweiten Mal nacheinander gesunken. Lag die Zahl der beteiligten Radfahrer im Jahr 2015 noch bei 1.332, sank sie im vergangenen Jahr auf 1.316. Insgesamt 1.026 Personen wurden bei diesen Verkehrsunfällen verletzt (siehe Abbildung 5).

Achim Tasche: „Der Anteil der verunglückten Radfahrer entspricht 39,8 Prozent aller auf Dresdens Straßen verunglückten Personen. Die Vermeidung von Verkehrsunfällen mit Radfahrbeteiligung ist der Polizeidirektion Dresden ein großes Anliegen. Deshalb werden wir als Polizei an unfallträchtigen Stellen im Jahr 2017 noch häufiger präsent sein.“

Mehr Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren, stieg auf 248 (2015: 231). 218 und damit das Gros dieser Unfälle wurde von Personen verursacht, die unter Alkoholeinfluss standen (2015: 208).

Zahl der Unfallfluchten leicht gestiegen

Die Zahl der Verkehrsunfälle bei denen sich mindestens ein Beteiligter unerlaubt vom Unfallort entfernt hat ist um 4,2 Prozent gestiegen. So entfernten sich im vergangenen Jahr 4.215 Verursacher (2015: 4.046) unerlaubt vom Unfallort. Dies sind 28,3 Prozent der von der Polizei aufgenommenen Verkehrsunfälle. 1.670 Unfallverursacher wurden durch die Ermittler bekannt gemacht. Damit lag die Aufklärungsquote bei 39,6 Prozent.

Bundesautobahnen

  • Mehr Verkehrsunfälle
  • Zahl der Verletzten deutlich gestiegen

Auf den Bundesautobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Dresden ereigneten sich im Vorjahr 1.836 Verkehrsunfälle. Dies entspricht einem Anstieg um 6,9 Prozent (siehe Abbildung 1).

Im vergangenen Jahr verunglückten bei Verkehrsunfällen auf den Bundesautobahnen 280 Personen. 5 Menschen kamen bei Unfällen ums Leben (siehe Abbildung 2). Die Zahl der Leichtverletzten stieg auf 180. Weitere 95 Personen erlitten schwere Verletzungen (siehe Abbildung 3).

Achim Tasche: „Die gestiegene Zahl der Unfälle ist auf Sachschadensunfälle insbesondere mit der intensiven Bautätigkeit auf den Bundesautobahnen im Zusammenhang zu bringen.“

Auf den betreuten Bundesautobahnen kam im zurückliegenden Jahr kein Kind ums Leben. Die Anzahl der schwerverletzten Kinder belief sich auf 6 (2015: 8). Weitere 11 Kinder (2015: 9) erlitten leichte Verletzungen. Alle siebzehn Kinder waren Mitfahrer in Fahrzeugen.

Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden auf den Bundesautobahnen im Bereich der Polizeidirektion Dresden waren zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit (38,1 Prozent), zu geringer Sicherheitsabstand (22 Prozent) gefolgt von mangelnder Verkehrstüchtigkeit (8,8 Prozent).

Verkehrsüberwachung

  • Eckzahlen der verkehrspolizeilichen Statistik

Im vergangenen Jahr führte die Polizeidirektion Dresden insgesamt 104.303 Verkehrskontrollen (2015: 109.462), darunter 1.450 Geschwindigkeitskontrollen (2015: 1.663) durch. Bei den Geschwindigkeitskontrollen überschritten 32.539 Fahrzeugführer (2015: 30.497) die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Davon lagen 27.967 Überschreitungen im Verwarngeldbereich.

Insgesamt ahndeten die Beamten der Polizeidirektion Dresden im vergangenen Jahr 92.172 Verkehrsordnungswidrigkeiten (2015: 95.403). 6.516 Fahrzeugführer (2015: 7.143) mussten sich wegen des Verstoßes gegen die Gurtpflicht, 1.759 (2015: 1.664) wegen des Verstoßes gegen das Handyverbot verantworten.

Achim Tasche: „Der Rückgang der Verkehrskontrollen ist auf die dauerhaft hohe Belastung insbesondere im Einsatzgeschehen zurückzuführen. Dies wirkt sich zwangsläufig auch auf die Verkehrssicherheitsarbeit aus.“

Verstöße von Radfahrern

Die Zahl der geahndeten Verstöße von Fahrradfahrern beläuft sich auf 4.335 (2015: 4.628).
Seit mehreren Jahren gibt es bei der Dresdner Verkehrspolizei eine Fahrradgruppe. Die Beamten führen gezielte Kontrollen zur Erhöhung der Sicherheit des Fahrradverkehrs durch.

Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs

Die Beamten der Polizeidirektion Dresden kontrollierten im vergangenen Jahr 2.439 (2015: 2.070) Fahrzeuge des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs. 1.579 Fahrzeuge mussten die Beamten beanstanden. Aufgrund größerer Mängel untersagten Verkehrspolizisten in 263 Fällen eine Weiterfahrt.

Einen aktuellen Überblick zu Staus und Baustellen für das Stadtgebiet Dresden finden Sie unter Verkehrslage Dresden

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