Wirtschaftsfaktor Krankmeldungen - so erkennen Arbeitgeber vorgetäuschte Gesundheitsprobleme

Dresden zählt zu den bedeutenden Wirtschaftsstandorten im Osten Deutschlands. Die Produktivität eines Unternehmens ist allerdings auch auf die Motivation des Personals zurückzuführen. Häufige, krankheitsbedingte Abwesenheiten können den Unternehmenserfolg schmälern.
Die Vortäuschung einer krankheitsbedingten Abwesenheit
Eine Arbeitsunfähigkeit entsteht durch Krankheit oder Unfall und zieht eine zeitlich begrenzte Krankschreibung nach sich. Jedoch gibt es auch Fälle, bei denen gesundheitliche Probleme vorgetäuscht werden, um die Abwesenheit vom Arbeitsplatz aus diversen Gründen zu rechtfertigen. Für einen Arbeitgeber ist es nicht leicht, eine echte Krankmeldung von einer vorgetäuschten zu unterscheiden. Oft wird daher auf die Expertise einer Detektei Dresden zurückgegriffen, um die Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten nachzuweisen. Die Ermittler achten dabei auf verschiedene Indizien, um eine vorgetäuschte Krankheit zu erkennen und rechtssichere Beweise für die Vortäuschung einer krankheitsbedingten Abwesenheit vom Arbeitsplatz zu erbringen. Häufige und jeweils nur kurzzeitige Fehlzeiten lassen den Rückschluss zu, dass sich die Betroffenen eine zusätzliche Freizeit "gönnen". Geht ein Mitarbeiter trotz Krankheitsfall aktiv sportlichen Freizeitaktivitäten nach, legt dies den Verdacht auf einen Betrug durch vorgetäuschte Krankmeldung nahe. Wie verhalten sich Arbeitgeber richtig? Eine Möglichkeit, die Sache aufzuklären und Missverständnisse auszuräumen, ist das Krankenrückkehrgespräch. An diesem Personalgespräch nehmen Vertreter der Personalabteilung, der Vorgesetzte und der betroffene Mitarbeiter teil. Es gilt herauszufinden, ob die Abwesenheit tatsächlich krankheitsbedingt war oder eine andere Ursache dahintersteckt. Persönliche Schwierigkeiten, wie etwa eine Trennung oder Scheidung sind oft Anlässe für spontane Krankmeldungen. In diesem Fall können dem Mitarbeiter geeignete Lösungswege aufgezeigt oder auf die Möglichkeit professioneller Unterstützung durch psychologische Maßnahmen hingewiesen werden.
Auffälliges Verhalten ernst nehmen
Auffälliges Verhalten des Mitarbeiters oder diskrete Hinweise von Kollegen sollten immer ernst genommen werden. Die Beobachtungen können auf eine vorgetäuschte Krankheit hinweisen. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass Angestellte während einer Arbeitsunfähigkeit nicht zwingend zu Hause bleiben müssen. Gemäß ärztlichen Anweisungen und abhängig von der Krankheit können Sport und Bewegung zur Genesung beitragen. So sind unter Umständen Spaziergänge oder der Besuch eines Freibades zulässig. Die Nachweispflicht bei Arbeitsunfähigkeit obliegt dem Angestellten. Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, spätestens am dritten Abwesenheitstag ein ärztliches Attest, das die Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, vorzulegen. Eine Abmahnung kann erst nach wiederholten Verstößen gegen diese Nachweispflicht ausgesprochen werden. Sofern dem Unternehmen aufgrund von regelmäßigem Fehlverhalten ein wirtschaftlicher Schaden entsteht, kommt eine verhaltensbedingte Kündigung in Betracht. Die bessere Option ist allerdings, nach Gründen für häufige Krankmeldungen zu suchen.
Probleme am Arbeitsplatz und passende Lösungen
Leiden Mitarbeiter unter Mobbing? Mit gezielten Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsklimas lässt sich oft mehr erreichen als durch Kündigungsdrohungen. Es bietet sich an, eine offene Kommunikation zu fördern. Regelmäßige Teambesprechungen und Feedbackgespräche schaffen Klarheit. In jeder Firma gibt es Schwachstellen und Verbesserungspotenzial. Durch aktives Zuhören zeigt man Interesse an den Problemen der Mitarbeiter. Auf diese Weise kann man das Unternehmerrisiko eingrenzen, das durch häufige Krankmeldungen entsteht. Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung fördern das Arbeitsklima und die Motivation der Mitarbeiter. Überall, wo viele Menschen zusammenarbeiten, entstehen Fehler. Eine gute Fehlerkultur im Unternehmen bewirkt, dass Schuldzuweisungen vermieden und Fehlentscheidungen als Chance zur Verbesserung betrachtet werden. Ein angenehmes Arbeitsumfeld trägt dazu bei, dass sich Mitarbeiter wohlfühlen und nicht in Krankmeldungen "flüchten".