DSL-Vertrag: Teure Nebenkosten vermeiden

Ohne Internet ist das Leben in Dresden und anderen Orten kaum noch vorstellbar. Lange hat die Stadt um eine gute Breitbandanbindung gekämpft. Die Initiative DSL für Dresden hatte maßgeblichen Anteil an einem schnelleren Ausbau mit leistungsstarken Internetangeboten. Nun scheint der größte Teil der Arbeit erledigt und die Initiatoren von DSL für Dresden ziehen sich zurück. Es ist nun an der Zeit für die DSL-Kunden, das Beste aus ihrem Anschluss zu machen. Dazu gehört neben dem Nutzen die Minimierung der Kosten. Denn viele Kunden zahlen zu viel.

DSL-Tarif: Versteckte Kosten wachsen erheblichen Beträgen heran

Das Spiel ist einfach: Wer einen DSL-Vertrag hat, sollte spätestens zum Ende der Laufzeit prüfen, ob es einen günstigeren Anbieter gibt. Das ist häufig der Fall, denn Neukunden bekommen attraktive Lockangebote, während die DSL-Anbieter die Tarife für Bestandskunden hoch halten. Daher lohnt sich ein Tarifvergleich kurz vor dem spätesten Kündigungstermin.

Das ist aber nicht alles. Es gibt Kunden, die unbedingt bei ihrem Anbieter bleiben möchten. Zum Teil, weil sie sehr zufrieden sind, zum Teil fehlen durch die Leitungssituation sinnvolle Alternativen. Auch diese DSL-Kunden sollten dringend ihre Verträge prüfen. Die Experten von dslvergleich.net weisen beispielsweise darauf hin, dass sich Nebenkosten zu erheblichen Summen auftürmen können. Darunter fallen verschiedene Vertragsoptionen, die DSL-Anbieter im Verkaufsgespräch gern nachdrücklich empfehlen. Das sind zum Beispiel ein kostenpflichtiger Virenschutz, eine Gebühr für das kostenlose Nutzen von Hotspots des Anbieters oder gemietete Hardware.

Andre Riechert, Herausgeber des Portals erläutert dazu: "Sinnvoll ist es, DSL-Tarife zu wählen, die alle Bedürfnisse wie Bandbreite und Flatrate abdecken. Jede weitere kostenpflichtige Option ist kritisch zu hinterfragen. Hier gibt es insbesondere bei laufenden Verträgen ein erhebliches Optimierungspotenzial zum Vertragsende." Der Experte verweist darauf, dass die Gebühren für die einzelnen Optionen unscheinbar wirken, aber in der Summe schnell zu erheblichen Ausgaben führen. Häufig kosten diese Wahlmöglichkeiten jeweils um ca. fünf Euro. Bucht ein Kunde drei Zusatzleistungen, ist der DSL-Tarif bereits monatlich 15 Euro teurer als anfangs gedacht. Andre Riechert empfiehlt daher, die gebuchten Zusatzleistungen zu prüfen und ggf. zum Vertragsende zu kündigen. Wichtig dabei: Nicht alle Optionen haben die gleiche Laufzeit wie der eigentliche DSL-Vertrag. Hier ist ein Blick in die eigenen Vertragsunterlagen erforderlich, um die Leistungen rechtzeitig zu kündigen.

Diese DSL-Zusatzleistungen lohnen sich meistens nicht

Es gibt eine ganze Reihe von Optionen, die DSL-Anbieter ihren Kunden gern schmackhaft machen. Der Klassiker ist der Virenscanner für eingehende Mails. Was sinnvoll klingt, ist nach Meinung von Andre Riechert völlig überflüssig: "Jedes Gerät sollte über einen guten Virenschutz verfügen. Dieser ist zudem häufig deutlich günstiger als der des DSL-Anbieters. Daher sind externe Scans vor Zustellung zwar schön, aber nicht erforderlich."

Ähnliches gilt für das kostenlose Nutzen von Hotspots. Nur für wenige Nutzer lohnt sich das WiFi-Netz des Anbieters. Wer viel unterwegs ist und mobil surft sowie in Ballungsgebieten wohnt, kann profitieren. Alle anderen zahlen weniger, wenn Sie ihren Datentarif nutzen oder beispielsweise in Cafes mit freiem WLAN surfen. Eine nicht vollständige Liste dieser Orte in Dresden ist auf freie-hotspots.de zu finden.

Weitere Optionen wie Flatrates für Anrufe ins Mobilfunknetz oder ins Ausland lohnen sich für Kunden nur dann, wenn sie wirklich viel dorthin telefonieren. Sporadische Anrufe sind zum teureren Standardtarif in der Summe günstiger als eine monatliche Gebühr, die bei zu geringer Inanspruchnahme der Flatrate zu einem Kostentreiber wird.

Ebenfalls sehr kritisch zu hinterfragen, ist gemietete Hardware. Andre Richert weist darauf hin, dass speziell ein gemieteter Router über die Monate sehr teuer werden kann. Der Experte rechnet vor, dass bereits fünf Euro monatliche Kosten nach drei Jahren zu 180 Euro Gesamtkosten anwachsen. Gute Router sind jedoch bereits für deutlich weniger Geld zu haben. Er empfiehlt allen DSL-Kunden: "Wer aktuell noch eine Gebühr für einen Router bezahlt, sollte daher eine optionale Anschaffung auf eigene Kosten prüfen." Auf diese Weise lassen sich die Ausgaben auf ein Minimum reduzieren und der eigene DSL-Anschluss auch finanziell optimieren. Denn schneller muss nicht immer teuer sein.

Weitere Informationen auch unter dsl-dresden.de

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