Kosten eines Grills und Vorteile eines Gasgrills

Ende Mai - es ist die Zeit der langen Wochenende, Brückentage, Urlaub. Grillsaison. Und die Deutschen sind wahre Grillmeister: Von Gemüse über Käse und Wurstwaren bis hin zu Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten landet alles auf dem Grill. In Kursen lernt man, dass sogar Ananas und Wassermelone gegrillt schmecken. Ein richtig guter Gasgrill kostet auch richtig viel Geld. Stiftung Warentest meint, es darf auch eine Nummer günstiger sein.

Klassiker Holzkohle? Gas ist auch gut!

Der klassische Grill arbeitet mit Holzkohle. Das typisch rauchige Aroma von würzigem Holz erreicht man, da sind sich die Kenner einig, auch tatsächlich nur mit dem Holzkohlengrill. In den letzten Jahren sind besonders kostenintensive Gasgrills und die etwas günstigeren Elektrogrills in der Beliebtheit gestiegen. Im April 2019 wurde die letzte Studie von Stiftung Warentest veröffentlicht: Zwölf Gasgrills untersuchte das als sehr vertrauenswürdig geltende Verbrauchermagazin. Fünf Grills erhielten die Note "gut", die anderen Geräte waren "befriedigend". Die Testkriterien sind Standard bei Stiftung Warentest: Es ging um Sicherheit und Handhabung sowie um die Haltbarkeit. Der Preis-Leistungs-Sieger: Gasgrill von Toom. Das ist kein teures Markengerät, sondern eine Eigenmarke der Toom Baumärkte. Besonders positiv fiel im Test auf, dass der Grill schnell aufheizt und über eine gute Temperaturregelung verfügt. Aber Stiftung Warentest konnte wieder einmal nachweisen, dass ein guter Grill auch kostengünstig sein kann. Denn mit nur 250 Euro ist das Gerät von Toom günstiger als der Gesamtsieger. Das war der Landmann Rexen PTS .0, der ebenfalls mit der Note 2,4 bewertet wurde. Auch der ist mit knapp 300 Euro noch im unteren Preissegment zu finden. Grillwagen, die mit Gas arbeiten, fangen preislich hier erst an und gehen bis in den niedrigen vierstelligen Bereich.

Warum unbedingt ein Gasgrill? Der Nachteil der Gasgrills liegt im fehlenden Aroma. Denn das typische Raucharoma können die Gasgrills nur unter Verwendung der sogenannten Räuchersticks erzeugen. Was laut Stiftung Warentest aber viel wichtiger ist: Der Gasgrill ist langfristig günstiger in Sachen Kosten und heizt schneller auf. Nur drei bis elf Minuten braucht der Gasgrill, um knackige 250° C zu erreichen. Der Holzkohlegrill benötigt dagegen eine halbe Stunde, um auf 200° C zu kommen. Und die Temperatur kann beim Gasgrill präziser gesteuert werden. Sind wie in den getesteten Grillwagen drei Brenner verbaut, ist sogar die Erzeugung von verschiedenen Temperaturzonen möglich.

Elektrogrills sind keine Alternative

Elektrogrills sind noch preiswerter im Betrieb als Gasgrills. Außerdem heizen sie noch schneller auf und sind sicherer. Trotzdem können sich die elektrisch betriebenen Geräte hierzulande nicht durchsetzen. Denn die Deutschen grillen nicht nur zu Hause auf dem Balkon. Der Grill steht oft eben doch am See oder im Park, wird zum Straßenfest mitgeschleppt oder zur Grillhütte am Waldrand. Und da gibt es keine Steckdose. Auf die sind Elektrogrills aber angewiesen. Genau deshalb sind kleine, mobile Grills so beliebt. Die lassen sich einfach zusammenklappen und in den Kofferraum legen. Mit einem großen Grillwagen geht das natürlich nicht - auch nicht bei einem gasbetriebenen.

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