Testspiel-Highlight: Dynamo empfängt PSG – doch sind alle Stars dabei?

Obwohl noch nicht offiziell bestätigt, sieht es ganz danach aus, als würde die Star-Truppe von PSG der SG Dynamo einen Besuch abstatten. Für Fans drängt sich aufgrund der akuten Gerüchte die Frage auf, welche Stars mit von der Partie sein werden.

Willkommene Abwechslung: Paris statt Heidenheim, Sandhausen und Aue

Mit 42 Punkten beendete Dynamo die abgelaufene Saison auf dem 12. Tabellenplatz. Der Abstiegskampf war damit schon einige Spieltage vor Ende kein Thema mehr, allerdings zog sich der Blick auf die gefürchtete Tabellenregion lange durch die Saison. Immerhin lenkte dieser Fokus vom Rückstand auf die Spitze ab: Die Differenz von 15 Punkten zum Relegationsplatz 3 klingt nicht nach viel, ist angesichts der Leistungsdichte in der 2. Bundesliga jedoch eine Menge.

Das gleichmäßig verteilte Niveau macht die Erfolgsplanung umso schwieriger. Und genau diese Vision liegt dem Verein Dynamo in denen Genen; Erinnerungen an die Vergangenheit lassen sich bekanntlich nicht abstellen. Legenden wie Ulf Kirsten und Matthias Sammer schafften in Dresden den Sprung zu Stars und damit in die westdeutsche Bundesliga, die kurz danach alle Regionen der neu vereinten Bundesrepublik umfassen sollte. Dieser Glanz wird auf absehbare Zeit nicht zurückkehren, zumindest nicht aus eigenem Vermögen. Denn ganz auf Star-Power müssen Dresdner Fußball-Fans nicht verzichten – die Ankündigung, dass Paris St. Germain zum Testspiel im Rudolf-Harbig-Stadion (bis 2018 als DDV Stadion bekannt) antreten wird, löste Begeisterung aus.

Sportlich gesehen sind die Rollen dabei klar verteilt: Das Star-Ensemble des deutschen Trainers Thomas Tuchel hat Namen wie Neymar und Kylian Mbappé an Bord, alleine die Gehälter und Marktwerte dieser beiden Spieler übertreffen die bekannten Dynamo-Dimensionen um ein Vielfaches. Umso freudiger wird das Testduell erwartet und die Hoffnung auf einen spannenden Spielverlauf im Live-Ticker stirbt zuletzt.

Was passiert im PSG-Kader bis zum Testspiel?

Aus Dresdner Sicht bekommen die neuesten Transfergerüchte um PSG damit eine neue Bedeutung. Erneut wird nämlich spekuliert, dass Neymar den Verein verlassen soll oder will – das Interesse einer Rückholaktion seitens des FC Barcelona hält sich ohnehin seit Jahren. Laut neuesten Berichten plant der katalanische Club eine Zahlung bestehend aus 100 Millionen Euro zuzüglich Samuel Umtiti, Ousmane Dembélé und Ivan Rakitic. Der Gesamtwert des Pakets würde damit bei über 200 Millionen Euro liegen, also in ähnlicher Höhe wie damals, als Neymar nach Paris wechselte und damit für eine bislang unübertroffene Transfersumme sorgte.

Doch damit nicht genug. Verschärft wird der (angebliche) Poker durch Barcelonas Erzrivalen aus der Hauptstadt, die den brasilianischen Ausnahmekönner ebenfalls in ihren Reihen haben wollen. Angesichts der enttäuschenden Saison plant Real einen Umbruch und wie es sich für die Königlichen gehört, sind große Namen dabei Pflicht. Eden Hazard machte den Anfang, Neymar soll nun die Krönung sein und auch hier steht ein größeres Transferpaket im Raum: So soll die Ablöse 130 Millionen Euro sowie die ausgemusterten Stars James Rodríguez und Garth Bale beinhalten. Neymar selbst soll der Wechsel mit einem Gehalt von 30 Millionen Euro netto schmackhaft gemacht werden.

Verkauf beider Stars extrem unwahrscheinlich

Für den Pariser Fußball wäre ein Neymar-Verkauf ein klarer Verlust. Und durch zusätzliche Wechselgerüchte um den anderen Superstar, nämlich Kylian Mbappé, gewinnt das Thema noch an Brisanz gewinnt. Schließlich stieg PSG-Besitzer Nasser Al-Khelaifi vor einigen Jahren mit viel Geld und dem Versprechen, Paris zur führenden Fußballwelthauptstadt zu machen, ein. Der Verkauf zweier Weltstars würde zumindest kurzfristig einen Schritt zurück bedeuten, da adäquater Ersatz auf dem Markt derzeit nicht vorhanden ist, was bedeutet, dass der Transfer gleich beider Offensivkräfte höchst unwahrscheinlich ist. Hier stößt das Geld immerhin einmal an seine Grenzen, denn selbst die quasi unbegrenzten Mittel von PSG können keine neuen Weltklassespieler aus dem Nichts erschaffen – vom Financial Fair Play ganz abgesehen.

Ohnehin bleiben solche Gerüchte – wie immer – mit Vorsicht zu genießen. Und sollten sie sich tatsächlich bewahrheiten, dürfen Dresdner Fans darauf hoffen, dass sich die Verhandlungen noch eine Weile ziehen. Genauer: Mindestens bis zum 16. Juli, da dann das noch nicht offiziell bestätigte Testspiel gegen Dynamo steigen soll. Was für die Pariser ein nicht weiter bemerkenswertes Vorbereitungsspiel wäre, würde Fußballfans in ganz Sachsen mobilisieren und begeistern.

Übrigens ist nicht bekannt, ob die Pariser sich ebenso ausgiebig mit den Transferplanungen von Dynamo befassen wie umgekehrt. Dass dies vermutlich nicht der Fall ist, tut der Vorfreude allerdings keinen Abbruch.

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