Dynamo Dresden tastet sich an den eSports ran

Der virtuelle Fussball boomt. Esports werden nicht nur bei den Fans immer beliebter, auch die Fussball-Vereine in Deutschland haben diesen Trend mittlerweile für sich entdeckt. Unter anderem der FC Bayern ist vor kurzem aktiv in den eFootball eingestiegen. Dynamo Dresden blieb lange Zeit nur Zuschauer, doch auch die SGD hat im vergangenen Jahre erste Schritte in Richtung eSport getätigt.

Während das Thema eSports in der Vergangenheit vor allem mit „Ballerspielen“ wie Counter Strike in Verbindung gebracht wurde, erfreuen sich auch Fussballsimulationen schon seit geraumer Zeit einer sehr hohen Beliebtheit unter den Gamern. Allen voran die FIFA-Spielserie des Herstellers Electronic Arts ist bei den Zockern sehr beliebt.

Schon längst hat der sog. „eFootball“ auch die Deutsche Fussball-Liga DFL und Vereine erreicht. Die DFL hat vergangenes Jahr die „Virtuelle Bundesliga“ ins Leben gerufen, bei der die teilnehmen Klubs auch digital den Gewinn der Deutschen Meisterschaft unter sich ausmachen. Wie lukrativ das Thema ist, belegt allein die Tatsache, dass man mittlerweile auch eSport Wetten platzieren kann, wie auf richtige Fussballspiele.

Dresden hält sich in Sachen eSport noch zurück

Das Potential über eSport junge Menschen zu erreichen ist groß und doch bleibt das Thema kontrovers. Bei weitem nicht alle Profivereine steigen in den eFootball ein. Der FC Bayern hat erst Ende des vergangenen Jahres den Schritt gewagt und den Einstieg in den virtuellen Fussball vollzogen. Auch Dynamo Dresden hat sich bis dato dezent zurückgehalten. Die SGD hat keine eigene eSport-Abteilung und wird vorerst auch keine gründen.

Auch wenn man Dresden kein eigenes eSport-Tam hat, beobachtet man dieses Feld ganz genau und hat auch schon erste Erfahrungen damit sammeln können. Im September des vergangenen Jahres wurde unter anderem der „1. Dynamo Dresden FIFA 19 Cup“ abgehalten. Mehr als 200 Spieler haben an dem Event teilgenommen, welches gemeinsam mit der Ostsächsische Sparkasse Dresden veranstaltet wurde.

Kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born äußerte sich damals wie folgt zu den eSport-Aktivitäten von Dynamo: „Die SGD wird die Entwicklung dieses höchst dynamischen und spannenden Sport-Segments weiter sehr aufmerksam verfolgen. Inwieweit Dynamo sein Engagement künftig ausweitet, wird zu gegebener Zeit und an geeigneter Stelle im Verein zu besprechen sein.“

Obwohl der eSport schon seit Jahren enorme Wachstumszahlen verbuchen kann, kämpft die Szene nach wie vor gegen große Widerstände. Im August veröffentlichte der Deutsche Olympischen Sportbund (DOSB) eine Studie über die Auswirkungen von eSports auf junge Menschen. Der DOSB lehnte die Anerkennung von eSports als Sport zudem klar ab.

Ingo Froböse, einst mehrfacher deutscher Sprint-Vizemeister, sieht die Thematik derweil deutlich anders: „Im Moment ist der Fußball natürlich noch groß. Ich glaube aber fest daran, dass wir E-Sport in zehn Jahren auf der gleichen Stufe sehen werden. E-Sport wird ein Bestandteil des Lebens sein.“

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