Grauzone CBD - was ist erlaubt und was nicht?

Die Nachfrage nach Hanfprodukten steigt konstant und hierzulande sind bereits zahlreiche Produkte in verschiedenen Darreichungsformen in Apotheken oder Drogerien erhältlich. Mit der verschrienen Rauschdroge Cannabis haben die Produkte entgegen des gemeinen Konsens nur wenig gemein. Das für einen Rausch verantwortliche THC ist nicht oder nur in geringen Spuren enthalten. Dem stattdessen enthaltenen CBD wird eine wohltuende und entspannende Wirkung nachgesagt, die Linderung bei zahlreichen Beschwerden verschaffen kann. Doch wie sieht die Rechtslage in Deutschland aus und mache ich mich durch den Erwerb derartiger Produkte gar strafbar?

Gesetzliche Grundlagen - Wie ist die Rechtslage in Deutschland?

Anders als der psychoaktive Wirkstoff THC fällt CBD nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Ein Erwerb der Substanz für den privaten Konsum ist Verbrauchern generell gestattet. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn Hersteller gesetzliche Bestimmungen zu Maximalwerten der Wirkstoffe einhalten. So ist CBD in Form von Salben, Cremes oder CBD Öl dann legal, wenn das Extrakt aus zertifizierten Nutzhanf-Sorten entspringt und der Gehalt an THC den Schwellenwert von 0,2 Prozent nicht überschreitet. Problematischer hingegen ist der Erwerb von Blüten und Gras, da das Gesetz diese als unverarbeitete Hanf-Produkte klassifiziert und kein visueller Unterschied zum berauschenden Pendant Cannabis besteht. Für den Käufer ist in jedem Fall wichtig, Produkte aus seriöser Quelle zu erwerben. Onlineshops wie Royalqueenseeds halten sich an die strengen Vorgaben der BRD und vertreiben nur lizenziertes und staatlich geprüftes CBD Öl.

Die Grundlage für die Legalisierung von CBD stellt die Wirkweise der Substanz. Während THC psychoaktiv wirkt und einen Rausch erzeugt, wirkt CBD als sein Antagonist antipsychotisch und erzeugt keine bewusstseinsverändernde Wirkung. Trotz heftiger Proteste wurde CBD so vom Gerichtshof der Europäischen Union kürzlich am 20. November 2020 offiziell von der Liste der Drogen mit psychotroper Wirkung gestrichen.

Grauzone CBD - Vorsicht bei Blüten und Zigaretten

Trotz der angeblich nicht psychoaktiven Wirkung konzipierte der Gesetzgeber strenge Regularien den Erwerb und Konsum CBD-haltiger Produkte betreffend. So sind ausschließlich verarbeitete Hanfprodukte, etwa Hanfschokolade oder Hanftee, legal. Der THC-Gehalt der Produkte spielt somit nur eine untergeordnete Rolle. CBD-Blüten und reines Pflanzenmaterial bleiben nach wie vor illegal. Auch CBD-Zigaretten sind in Deutschland bisweilen aufgrund der strengen Auflagen, anders als im Nachbarland Schweiz, nicht erhältlich. Nicht nur der Erwerb, auch der Besitz und Konsum steht unter Strafe. Im Zuge der fortschreitenden Legalisierung in einigen US-Staaten und dem Interesse der Pharmaindustrie an den Wirkstoffen der Hanfpflanze ist eine Lockerung der vorherrschenden Auflagen abzusehen.

Medizinische Aspekte - Wie gefährlich ist CBD wirklich?

Die ersten Aufzeichnungen über die Verwendung von Hanf datieren sich auf die Mittelsteinzeit. Seither versorgen uns die Pflanzen aus der Familie der Hanfgewächse mit Arzneien, Textilfasern und Nahrung. Im heutigen Bewusstsein hat Hanf zu Unrecht das Stigma als Rauschdroge erworben. Die Kunde über alternativmedizinische Anwendungsformen geriet mit der Zeit leider in Vergessenheit. Erst seit wenigen Jahrzehnten keimen Diskussionen über die gesundheitlichen Vorzüge der verschiedenen im Hanf enthaltenen Wirkstoffe erneut auf und entfachen kontroverse Debatten in der Fachwelt. Dabei konnte Allyn Howlett, Professor an der Saint-Louis-Universität in Missouri, bereits im Jahr 1987 die Existenz eines körpereigenen Endocannabinoid-Systems nachweisen. Die beiden Rezeptoren CB1 und CB2 erstrecken sich vom zentralen Nervensystem über diverse Körperzellen bis zum Immunsystem. Das endogene Cannabinoid-System nimmt dabei Einfluss auf den Knochenstoffwechsel, die Schmerzwahrnehmung, die Entstehung von Ängste, die Stimmungslage oder die Leistung des Abwehrsystems. So soll CBD etwa gegen Depressionen und Angststörungen helfen, Schlafstörungen kurieren und chronische Schmerzen lindern. Unter "Bei welchen Krankheiten hilft Cannabis" haben wir mehr Informationen zu diesem Thema gesammelt.

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