Bundesliga nimmt wieder Fahrt auf

Es hätte wohl niemand damit gerechnet, dass ausgerechnet Fußballfans einmal fordern, in großem Stil Spiele ausfallen zu lassen. Aber genau das ist gerade der Fall: Während die Bundesliga mit dem 26. Spieltag wieder fortgesetzt wurde, gibt es von Seite der Fans große Kritik. Dresdner ärgern sich besonders, weil ihre Mannschaft derzeit in Quarantäne ist und wohl keine Chance erhalten wird, die verpassten Spiele nachzuholen. Das ist besonders schmerzhaft, weil die Mannschaft im Moment auf dem letzten Tabellenplatz der Zweitliga ist. Aber auch manche Fans anderer Vereine haben für Geisterspiele nicht viel übrig. Viele von ihnen sehen darin ein Armutszeugnis und den Ausdruck der endgültigen Kommerzialisierung des Fußballs. Allerdings geht es bei der Fortsetzung der Bundesliga für viele Clubs auch um das Überleben. Denn sie sind auf die Einnahmen aus der Fernsehübertragung ihrer Spiele angewiesen. Und auch das Fernsehpublikum scheint sich über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu freuen: Der Sender Sky verzeichnete jedenfalls einen neuen Zuschauerrekord.

Das ist anders

Bei Geisterspielen ist einiges anders als gewohnt. Wie sehr sich die Stimmung im Stadion normalerweise auf den Ausgang eines Spiels auswirkt, zeigt sich in normalen Zeiten eindrucksvoll beim Heimvorteil. Aber auch bei Auswärtsspielen können Vereine mit einer besonders starken Anhängerschaft punkten. Dieser Faktor fällt vorerst ganz weg. Das dürften auch die Fans von Sportwetten schnell merken, wenn sie ihre Prognosen an die neuen Umstände anpassen müssen. Aber auch die Buchmacher müssen sich auf die völlig neuartige Lage einstellen und können die Quoten nicht so gut abschätzen wie sonst. Es könnte daher gerade ein guter Zeitpunkt sein, um Angebote wie den bet3000 bonus code 2020 zu nutzen. Aber nicht nur der Ausgang der Spiele kann derzeit anders ausfallen. Auch gefühlsmäßig dürfte während der restlichen Saison nichts so bleiben wie gewohnt. Ob die klinische Stadion-Atmosphäre früher oder später nicht auch dem Fernsehpublikum den Spaß verdirbt? Das muss sich erst noch zeigen.

Strenge Regeln

Nicht nur auf Fangesänge muss die Bundesliga derzeit verzichten. Auch für Escort-Kids und Maskottchen ist derzeit kein Platz im Stadion. Nicht einmal Teamfotos oder der Handschlag vor der Eröffnung des Spiels sind derzeit vorgesehen. Mit diesen und vielen weiteren Maßnahmen soll die Sicherheit der Bundesliga gewährleistet werden – ein Thema, das normalerweise mit ganz anderen Assoziationen besetzt ist. Die Verantwortlichen der Bundesliga sind optimistisch, auf diese Weise den Interessen aller Beteiligten Rechnung zu tragen.

Stimmen vom Rasen

Die Spieler versuchen derweil, sich vor allem auf den Fußball zu konzentrieren. Das zeigen ihre Äußerungen nach dem ersten Spieltag unter den neuen Bedingungen. Wie gewöhnlich analysierten sie nach dem Abpfiff die Performance ihres Teams und das Ergebnis. Ganz ließ es sich natürlich nicht vermeiden, die Geisterspiele zu thematisieren. Julian Brandt verwies darauf, dass Borussia Dortmund bereits gegen Paris Erfahrung mit einem Geisterspiel gesammelt hatte. Die aktuellen Rahmenbedingungen forderten eben von allen, sich ein bisschen anzupassen. Alexander Schwolow vom SC Freiburg freute sich sogar ein wenig über die verbesserte Kommunikation auf dem Platz, die der ungewohnten Stille im Stadion geschuldet ist. Die Stimmung auf dem Rasen ist zwar nicht überschwänglich – zum Schluss waren aber doch die meisten Spieler erleichtert, dass es endlich weitergeht.

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