Die Auswirkungen von Covid-19 auf deutsche Sportvereine

Sportevents liegen größtenteils seit über 2 Monaten auf Eis. Covid-19 ist der Grund für viele Verschiebungen und Absagen. Die Fußball-Europameisterschaft, die olympischen Spiele; alles was Rang und Namen hat, wird dieses Jahr nicht stattfinden können. Auch auf Vereinsebene hat die Corona-Krise natürlich Auswirkungen. Protipster.de hat sich natürlich bei vielen Sportvereinen umgehört, um die Lage und die Ängste zu verstehen.

Die Krise hat nicht nur sportliche Folgen für deutsche Sportvereine. Auch wirtschaftlich gibt es natürlich viele Probleme. Nicht nur bei Amateurvereinen, sondern auch bei Bundesliga-Clubs scheint es große Angst um die Existenz zu geben. Fehlende TV-Gelder, keine verkauften Eintrittstickets und keine Bratwurst und Bier, tut vielen Vereinen wirtschaftlich weh.
Sogar große Vereine wie der FC Schalke 04 scheinen unsicher zu sein, ob sie diese Krise überhaupt durchstehen werden. Wenn es diese Clubs schon trifft, ist es im Amateur- und Semi-Professionellem Bereich natürlich noch viel schlimmer. Diese Vereine, mit meist gar keinen Rücklagen, stehen vor dem Aus. Noch ist nicht gewusst, wie viele Vereine Insolvenz anmelden müssen. Es ist aber klar, dass nicht jeder Verein es aus der Krise schaffen wird.

Es wird auch im Sommer interessant sein, den Transfermarkt zu beobachten. Vereine werden vermutlich weniger Geld in die Hand nehmen, um neue Spieler zu verpflichten. Exorbitante Summen im mehrstelligen Millionenbereich für mittelmäßige Spieler wird wohl der Vergangenheit angehören. Zumindest für die nächsten Jahre. Auch Spielergehälter und Boni werden deutlich weniger üppig ausfallen, als die letzten Jahre. Das Milliardengeschäft Fußball wird wohl oder übel zum umdenken gezwungen.

Aber nicht nur die Fußball-Vereine leiden unter den Folgen der Krise. Im Handball und im Eishockey wurden die deutschen Meisterschaften abgesagt und der Titel nach Quotienten-Regelung vergeben. Diese Sportarten, die meist schon finanziell schlechter als der Fußball dar stehen, müssen natürlich um die Existenz der Vereine bangen. Der Handballverein TSV Hannover-Burgdorf musste schon aus finanziellen Gründen den estnischen Publikumslieblings Mait Patrail zur Konkurrenz ziehen lassen, da sie selbst den Vertrag nicht verlängern konnten. Das Geld fehlte. Die Vereine in der Handball-, Eishockey- und Basketball-Bundesliga werden es die nächsten Jahre sehr schwierig haben, weiterhin auf höchstem Niveau mitzuhalten.

Auch Einzelathleten sind natürlich betroffen. Die verschobenen olympischen Spiele, Absagen von Turnieren und dadurch resultierende Sponsor-Abgänge, bedrohen viele Einzelathleten. Vor allem Profis im Bereich der Leichtathletik oder des Schwimmens sind hier betroffen. Insgesamt sieht die Zukunft nicht sehr rosig aus für die kommenden Jahre. So könnte es durchaus sein, dass wir viele Vereine verlieren, ganz egal in welcher Sportart oder in welcher Spielklasse. Die Sportverbände müssen versuchen die Vereine, wenn nötig zu retten.

Dies gestaltet sich aber sehr schwierig, weil auch die Sportverbände finanzielle Nöte haben. Die Politik wird deswegen umso wichtiger sein, um das Aus von Clubs zu verhindern. Es bleibt zu hoffen, dass die Folgen der Corona-Krise deutlich weniger dramatisch werden, als diese im Moment erwartet werden.

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