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Heimatmuseum Maxen weiterhin gut besucht (04.02.2010)

Viel Geschichte auf 40 Quadratmetern
Maxen. Mit einem guten Gefühl starten die 18 ehrenamtlichen Mitarbeiter des Heimatmuseums Maxen in die neue Saison. „Vom kommenden Wochenende an [6./7. Februar 2010] haben wir wieder regelmäßig sonnabends und sonntags von 13 – 16 Uhr geöffnet“, sagt die Leiterin Jutta Tronicke. „Und wir freuen uns natürlich auf viele Besucher.“ Für 2009 war die Bilanz gut – 1802 Gäste kamen, so viele wie in den Jahren zuvor seit der Eröffnung des Museums am 8. September 2001.
Gut angenommen wurden auch die angebotenen öffentlichen Führungen am Wochenende. Knapp 40 Sonderführungen haben überdies außerhalb der Öffnungszeiten stattgefunden. Die Besucher kommen aus der Region und aus ganz Deutschland. „Wir haben aber auch schon Gäste aus den USA, Australien und Indonesien begrüßen dürfen.“
Ein besonderer Höhepunkt war im letzten Jahr die Eröffnung der Sonderausstellung „250 Jahre Schlacht bei Maxen“, die auch jetzt noch zu besichtigen ist. Am Gedenkwochenende vom 3.-4. Oktober 2009 gab es wertvolle Leihgaben eines Dresdner Sammlers zu sehen. „Da haben wir sicherheitshalber zwei Soldaten aus unserer Arbeitsgruppe ‚Siebenjähriger Krieg‘ zur Bewachung der kostbaren historischen Waffen angefordert“, sagt Jutta Tronicke schmunzelnd, „ und sie haben sogar im Museum übernachtet.“
Eine weitere Bereicherung ist der neue Serre-Raum, der durch die Verlegung des Heimatarchivs in die erste Etage als vierter Ausstellungsraum im Frühjahr 2009 eingerichtet werden konnte. Die Serres hatten im 19. Jahrhundert als Rittergutsbesitzer in Maxen das kleine Dorf zu einem kulturellen Treffpunkt vieler namhafter Maler, Musiker, Komponisten, Schauspieler, Schriftsteller, Dichter und Wissenschaftler gemacht. Besonders die Besucher aus Dresden sind erstaunt, wie eng die Geschichte ihrer Stadt mit Maxen verflochten ist. Jutta Tronicke freut sich auch über den Fernseher mit DVD-Player, den ein Maxener Ehepaar dem Museum geschenkt hat. So haben die Besucher die Möglichkeit, sich im Museum historische Filme von Maxen und aus dem Müglitztal anzusehen, was gerne angenommen wird.
In diesem Jahr soll der Raum, der sich der Geschichte des Kalk- und Marmorbergbaus widmet, verschönert werden. Die Schautafeln werden aktualisiert und ansprechender gestaltet. Außerdem soll ein Lichtmikroskop die Möglichkeit bieten, die Mineralien aus dem Müglitztal bis ins Detail zu betrachten.
Der Vorsitzende des Heimatvereins Maxen e.V. Andreas Rülke ist sehr dankbar für die vielen ehrenamtlichen Stunden, die von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Museum Jahr für Jahr geleistet werden. „Der Dienst am Wochenende und bei den Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten ist keine Selbstverständlichkeit“, betont er. „Die freiwilligen Museumsmitarbeiter sind ja nicht nur die drei Stunden während der Öffnungszeiten am Sonnabend und Sonntag im Einsatz, sie reinigen auch nach jedem Dienst die Räume und die Abrechnung muss ebenfalls stimmen. Und sie kommen auch nicht alle aus Maxen, sondern reisen aus Pirna, Mühlbach, Saida, Hausdorf und Dresden an, um den Besuchern die Besichtigung zu ermöglichen.“ Dankbare Einträge in das Gästebuch und manch anregendes Gespräch sind der Lohn für den ehrenamtlichen Einsatz. „Besonders schön ist es, wenn Besucher wiederkommen, weil es ihnen so gut gefallen hat“, sagt Jutta Tronicke. Viele entwickeln ein großes Interesse an der Maxener Geschichte und kaufen im kleinen Museumsshop Gedenkmünzen und Hefte aus der Reihe ‚Rund um den Finckenfang‘, um zuhause noch mehr über Maxen zu erfahren.


Dresden Stadtmagazin

Dresden, 12.03.2010

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