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Fetscher, Rainer Forscher auf sozialhygienischem Gebiet
Der am 26.10.1895 in
Wien geborene
Rainer Fetscher ging nach seinem Medizinstudium
1922 als Assistent an die Technische Hochschule
Dresden, wo er als Privatdozent bzw. Dozent für
Hygiene tätig war, bevor er 1928
außerordentlicher Professor
wurde. Fetscher erlangte internationalen Ruf
durch sozialhygienische und erbbiologische
Forschungen. Aufgrund seiner Ablehnung der
nationalsozialistischen Rassenideologie wurde er
1933 seines Amtes enthoben. Er stellte seine
Forschungsarbeiten ein und gründete eine
Privatpraxis, die sich schnell zum Treffpunkt des
Dresdner Widerstandes entwickelte. Fetscher
entwarf Ideen für eine Umgestaltung des
Gesundheitssystems nach Beendigung der
Naziherrschaft, die er jedoch nicht mehr umsetzen
konnte. Am 8. Mai 1945 wurde er von der SS
ermordet. Rainer Fetscher ist auf dem
Heidefriedhof beigesetzt. Für
außerordentliche Leistungen auf
sozialhygienischem Gebiet verleiht die Stadt
Dresden seit 1974 jährlich zum Tag des
Gesundheitswesens den
Fetscher-Preis. |
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Dresden, 08.09.2010 
KULTUR
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