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Ernemann, Heinrich Pionier der Fotoindustrie
| Ernemann, 1850 in Gernrode/Eichsfeld geboren, lernte in
Stuttgart Schlosser und arbeitete bei Krupp in Essen. Als
Handelsreisender lernte er in Dresden seine zukünftige Frau Therese kennen. Deren Mutter besaß ein Kurzwarengeschäft,
welches Ernemann übernahm. |
| 1889 verkaufte er das Geschäft und begann mit der Fertigung von Kameras in einer Kameratischlerei. Es wurde die "Dresdner photographische Apparate-Fabrik Ernemann & Matthias" gegründet. Sein Mitbegründer schied 1891 aus. Ernemann baute weitere Werkstätten und wechselte 1898 in den Fabrikneubau auf der Schandauer Straße. |
| Zur Jahrhundertwende bschäftigte Ernemann 250 Mitarbeiter, 1923 waren es 3000. Er benötigte qualifizierte Leute und verlangte hohen Einsatz. Zugleich engagierte er sich auch für seine Belegschaft: es gab Gewinnbeteiligungen und Treueprämien. |
| Die wirtschaftliche Lage in den 20er Jahren zwang Ernemann zur Fusion. 1926 entstand die Zeiss Ikon AG. |
| 1903 entwickelte Ernemann den Amateurfilmapparat
"Ernemann-Kino", mit dem man filmen, projizieren und
verfielfältigen konnte. Durch dieses Gerät wurde der Begriff Kino geprägt, der heute für eine ganz Industrie steht. |
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Dresden, 09.09.2010 
KULTUR
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