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August der Starke Kurfürst von Sachsen, König von Polen
| Friedrich August I. (1670-1733), seit 1694 Kurfürst von Sachsen und seit 1697
als August II. König von Polen, wird wegen seiner legendären
Kraft August der Starke genannt.
| | Friedrich August kam unvorbereitet an die Macht, als sein älterer
kinderloser Bruder Johann Georg IV. unerwartet an den Blattern
starb. |
| August der Starke trat, um König von Polen zu werden, erst
persönlich, später mit seiner gesamten Familie zum katholischen
Glauben über. Damit verzichtete er für Sachsen auf den
Führungsanspruch unter den protestantischen deutschen Ländern.
Allerdings sicherte August den sächsischen Untertanen die
Beibehaltung der evangelischen Religion per Dekret zu. |
| Seine Vorliebe für schöne Frauen ist oft vordergründig dargestellt
worden. Die Gräfin Aurora von Königsmarck, die Fürstin Ursula
Lubomirski und die Gräfin Anna Constanze von Cosel sind die
berühmtesten Frauen um August. |
| Sehr bedeutend war sein Einfluß auf die kulturelle Entwicklung in
Sachsen. Mit vielen Kulturdenkmälern ist sein Name als
Auftraggeber verbunden. So gab er den Bau des Zwingers, der
Schlösser Moritzburg und Pillnitz sowie die Anlage des Parkes in
Großsedlitz in Auftrag. Auf seine Anweisung wurde 1710 die
Porzellanmanufaktor in Meißen gegründet. 1722 begann die
Neuorganisation und Erweiterung der Kunstsammlungen und die
Vermessung der sächsischen Straßen. In dieser Zeit wurden auch
die ersten Postmeilensäulen aufgestellt. |
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Dresden, 08.09.2010 
KULTUR
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